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CodexMythologia
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Porträt von Kāne, polynesische Gottheit
Polynesisch

Kāne

Der Gott der Schöpfung und des Lebens

Bereich
Schöpfung, Leben & Licht
Ausrichtung
Rechtlich Gut
Element
Licht
Relikt
Lebendes Wasser Kānes
Mit Kāne sprechen

Mythologische Studie · Deutsch

Überarbeitet am

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In Kürze

Kāne (häufig angerufen als Kāne-nui-ākea) ist die oberste und vornehmste Gottheit unter den vier großen Urgöttern (nā akua) des traditionellen hawaiischen Pantheons, neben Kū, Lono und Kanaloa. Als Personifikation des Sonnenlichts, der Morgenröte, der zeugenden Kraft und des trinkbaren Süßwassers (wai) stellt Kāne die primäre Quelle von Beseelung und Lebensunterhalt der Lebewesen auf den vulkanischen Inseln Hawaiis dar. Anders als bei Kū, dessen Tempel der Klasse luakini blutige Opferzeremonien mit Menschenopfern verlangten, war der Kult Kānes durch die strikte Ablehnung blutiger Riten gekennzeichnet, zusammengefasst in der liturgischen Vorschrift 'ua kapu ke ola na Kāne' (das Leben ist für Kāne heilig). Seine Verehrer ehrten ihn mit friedlichen landwirtschaftlichen Gaben wie Taro-Setzlingen, Zuckerrohr, reifen Bananen und Spenden der heiligen Wurzel der 'awa (Kava). Sein ursprüngliches Zentrum häuslicher Verehrung war der pōhaku o Kāne (Stein des Kāne), ein kegelförmiger Monolith, der nahe den Familienwohnstätten errichtet wurde, wo Häuptlinge und einfache Leute Sühne und geistige Zuflucht suchten. In kosmologischen Erzählungen und heiligen Gesängen, die die mündliche Überlieferung bewahrt, wie das berühmte 'He Mele no Kāne', wird die Gottheit beschrieben, wie sie mit ihrem zeremoniellen Holzstab aus kauila Quellen klaren Wassers aus Felsen und dürren Schluchten hervorbringt und so das Wasser des Lebens ('Ka Wai Ola a Kāne') sichert, das für die Gemeinschaft unentbehrlich ist.

02

Das Volk

Volk
Polynesische Völker
Region
Inseln des Pazifiks
Zeitraum
um 1000 v. Chr. – Gegenwart

Die polynesischen Götter wurden von den Seefahrern verehrt, die die Inseln des Pazifiks besiedelten, von Hawaii bis Neuseeland und zur Osterinsel. Man ehrte sie auf heiligen Plattformen (Marae) und im Konzept des Mana, der geistigen Kraft. Ihre Mythen, etwa die des Helden Maui, werden noch heute unter Maori und Hawaiianern erzählt.

Auf den Marae, heiligen Steinplattformen, brachten Priester Erstlingsgaben dar und riefen die Götter vor Fischfang und Krieg an. Das Kapu-System (Tabu) regelte, was heilig und verboten war, und auf Hawaii entstand der Hula als religiöser Tanz für Göttinnen wie Pele und Laka.

Name und Originalsprache

Der hawaiische Gottesname Kāne ist das direkte sprachliche Kognat des maorischen Tāne und des tahitischen Tane und stammt vom Urpolynesischen taŋe ab, dessen wörtliche Bedeutung Mann, Männchen, Ehemann oder zeugendes mä…

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Belegte Beinamen

Kāne-nui-ākea Großer Kāne der weiten Ausdehnung, zeremonieller Titel, der seine Herrschaft über den unendlichen Himmelsraum verherrlicht.

In den antiken Quellen

Unwritten Literature of Hawaii: The Sacred Songs of the Hula, 1909. Zusammenstellung und Übersetzung von Nathaniel B.

Die Mythen

Das Öffnen der Felsquellen mit dem Kauila-Stab. Nach den von Samuel Kamakau überlieferten und von Martha Beckwith zusammengestellten Traditionen reisten Kāne und Kanaloa aus dem legendären Land Kahiki durch den hawaiisc…

Kult und Archäologie

Der Kult Kānes unterschied sich grundlegend vom Kult der Kriegsgötter dadurch, dass er das Vergießen von Menschenblut und strafende Opfer verbot.

Ikonografie

Während des größten Teils der klassischen hawaiischen Periode wurde Kāne in unbildlichen Formen verehrt, ohne geschnitzte anthropomorphe Darstellungen.

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Heilige Symbole

Das Süßwasser, das Licht, das Zuckerrohr und die Säule des Himmels

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Familie und Genealogie

Geschwister
Kanaloa (frequent traveling companion and co-participant in creation), Kāne-ʻāpua (younger brother in mythic tradition), Kū (member of the primordial triad), Lono (member of the primordial triad)
Verbindungen
Laʻilaʻi (in the Kumulipo genealogy)
Kinder
Haʻi (daughter with Laʻilaʻi in the Kumulipo)

Kumulipo (Wā 8); David Malo, Moolelo Hawaii (1898/1903); Samuel M. Kamakau, Ka Po'e Kahiko (1964); Martha Beckwith, Hawaiian Mythology (1940); Abraham Fornander, Polynesian Race (1878-1880)

Debatten und Grenzen der Quellen

Missionarische Interpolationen in den Traditionen von Kumuhonua. Anthropologen wie Martha Beckwith und zeitgenössische Historiker haben darauf hingewiesen, dass die Fassungen über die Entstehung des ersten Menschen aus…

Spätere Rezeption

In der hawaiischen Kulturrenaissance, die in den 1970er-Jahren begann, wurden die Anrufung Kānes und die traditionelle Lehre, die im Leitspruch 'Ola i ka Wai' (Das Leben ist im Wasser) ausgedrückt wird, zu grundlegenden…

Belegte Besonderheiten

Traditionelle hawaiische Wohnhäuser hatten ihre Türen gewöhnlich nach Osten ausgerichtet, damit die Bewohner die aufgehende Sonne grüßen und zu Beginn jedes Tages den Segen Kānes erbitten konnten.

Reliquien der Macht

Lebendes Wasser Kānes Das heilige Wasser, das Leben schenkt und wiederherstellt, Quelle aller Schöpfung und Heilung. Sammlerstück aus Codex Mythologia, inspiriert von den Attributen der Gottheit.

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Quellen und Literatur

Primärquellen

  • Emerson, Nathaniel Bright, Unwritten Literature of Hawaii: The Sacred Songs of the Hula. Washington, D.C.: Government Printing Office / Smithsonian Institution Bureau of American Ethnology Bulletin 38, 1909. Quelle ansehen
  • Malo, David, Hawaiian Antiquities (Moolelo Hawaii). Translated from Hawaiian by Nathaniel Bright Emerson. Honolulu: Hawaiian Gazette Co., 1903. Quelle ansehen
  • Kamakau, Samuel Manaiakalani, Ka Po'e Kahiko: The People of Old. Translated from Hawaiian by Mary Kawena Pukui; edited by Dorothy B. Barrère. Honolulu: Bishop Museum Press, 1964. Quelle ansehen
  • Fornander, Abraham, Fornander Collection of Hawaiian Antiquities and Folk-Lore. Memoirs of the Bernice Pauahi Bishop Museum, Vols. IV-VI. Honolulu: Bishop Museum Press, 1916-1920.

Studien und Literatur

  • Beckwith, Martha Warren, Hawaiian Mythology. New Haven: Yale University Press, 1940. Quelle ansehen
  • Handy, E. S. Craighill; Pukui, Mary Kawena, The Polynesian Family System in Ka-'u, Hawai'i. Wellington: The Polynesian Society / Honolulu: Mutual Publishing, 1958. Quelle ansehen
  • Valeri, Valerio, Kingship and Sacrifice: Ritual and Society in Ancient Hawaii. Chicago: University of Chicago Press, 1985. Quelle ansehen