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CodexMythologia
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Porträt von Min, ägyptische Gottheit
Ägyptisch

Min

Der Gott der Fruchtbarkeit

Bereich
Fruchtbarkeit, Ernte und Manneskraft
Ausrichtung
Neutral und Gut
Element
Erde
Relikt
Königsgeißel
Mit Min sprechen

Mythologische Studie · Deutsch

Überarbeitet am

01

In Kürze

Min, bei Budge auch Amsu oder Khem geschrieben, ist ein ägyptischer Gott, der mit Zeugung und der Wüste von Koptos verbunden ist, wo er den Titel „Herr der Wüste“ und „Herr des Hochlandes“ trug. Die gelesenen offenen Quellen zeigen drei Dinge: belegte Kulte in Koptos und in Panopolis (Achmim), die Präsenz Mins in Götterlisten der Pyramidentexte und des Totenbuchs sowie die Verbindung des Gottes mit den Steinexpeditionen im Wadi Hammamat. Mythische Erzählungen über ihn erscheinen in diesen Texten nicht, deshalb ist diese Studie kurz.

Die Quellen zu dieser Gottheit sind spärlich; die Studie trennt Belegtes von Hypothesen.

02

Das Volk

Volk
Alte Ägypter
Region
Niltal, Ägypten
Zeitraum
um 3100 v. Chr. – 400 n. Chr.

Die ägyptischen Götter wurden über mehr als drei Jahrtausende an den Ufern des Nils verehrt, mit monumentalen Tempeln in Karnak, Luxor und Heliopolis. Die Pharaonen galten als göttlich, und das Leben drehte sich um die kosmische Ordnung (Maat) und die Vorbereitung auf das Leben nach dem Tod. Der Kult bestand bis zum Aufkommen des Christentums im römischen Ägypten fort.

Beim Opet-Fest fuhr die heilige Barke des Amun von Karnak nach Luxor, zwischen feiernden Menschenmengen. In den Tempeln weckten, kleideten und speisten die Priester jeden Tag die Statue des Gottes, und das Schöne Talfest führte die Gottheiten zum Besuch am Ufer der Toten.

Name und Originalsprache

Budge verwendet drei Schreibweisen für denselben Gott: Amsu, Min und Khem, und nennt die neunte Provinz Oberägyptens mit der Hauptstadt Panopolis als Zentrum des Amsu (oder Min oder Khem).

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Belegte Beinamen

Herr von Koptos Titel des Gottes im Relief Pepis I. im Wadi Hammamat: „Geliebt vom Herrn von Koptos (Min)“. Breasted, Ancient Records I, § 296 Herr des Hochlandes Epitheton Mins auf der Stele Mentuhoteps IV., wo der Ste…

In den antiken Quellen

Pyramidentexte, in Budges Liste, Altes Reich, 5. Dynastie. Budge führt „Amsu oder Min“ unter den in den Pyramidentexten genannten Göttern auf; der ägyptische Text selbst wurde hier nicht geöffnet. Totenbuch, Kap.

Die Mythen

Min in den Grabtexten. Budge fasst in einer Götterliste der Pyramidentexte „Amsu oder Min (Unas 377)“ zusammen, was auf einen Gott hinweist, der schon in den königlichen Inschriften am Ende des Alten Reiches bekannt war…

Kult und Archäologie

Der Kult des Min ist in zwei Hauptstädten belegt. In Koptos zeigt das Dekret von Koptos einen Tempel mit einem Priester des Min, einem Tempelschreiber, Laienklerus, Einkünften in Brot und Fleisch und königlichem Schutz.…

Ikonografie

Die gelesenen Quellen liefern Bilder in Textform, nicht den ganzen Körper des Gottes. Breasted beschreibt in Hammamat den König vor dem „ityphallischen Min“.

09

Heilige Symbole

Der Dreschflegel, der Lattich, der weiße Stier und die Ernte

Debatten und Grenzen der Quellen

Sind Min, Amsu und Khem derselbe Gott?. Budge behandelt die drei Namen als gleichwertig, schreibt aber in Bezug auf die Provinzen „Amsu (oder Min oder Khem ?)“ mit Fragezeichen und räumt den Zweifel ein.

Spätere Rezeption

Die gelesenen Daten erlauben nur einen dokumentarischen Weg: von einer Erwähnung in den Pyramidentexten und einer „Geburt des Min“ in alten Annalen (Palermostein, Einträge der §§ 99 und 142 bei Breasted) bis zu einem Pa…

Belegte Besonderheiten

Auf dem Palermostein bringen die Jahreseinträge mit „Geburt des Min“ die Nilmessung in Ellen, Handbreiten und Fingern: 5 Ellen in einem Jahr und 2 Ellen, 3 Handbreiten und Bruchteile von Fingern in einem anderen.

Reliquien der Macht

Königsgeißel Der in seiner Hand erhobene Dreschflegel, Sinnbild der zeugenden Kraft und der Macht über die Ernten. Sammlerstück aus Codex Mythologia, inspiriert von den Attributen der Gottheit.

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Quellen und Literatur

Primärquellen

  • Herodot, Historien 2.91 (Übers. A. D. Godley, Loeb). A. D. Godley, Loeb Classical Library. Quelle ansehen
  • Plutarch, zitiert in E. A. W. Budge, The Gods of the Egyptians, vol. II (Kapitel über Isis und Osiris). Quelle ansehen
  • Ägyptische Texte, übersetzt von J. H. Breasted, Ancient Records of Egypt, vol. I. Quelle ansehen
  • Ägyptische Texte, übersetzt von J. H. Breasted, Ancient Records of Egypt, vol. IV (Papiro Harris I; Medinet Habu). Quelle ansehen

Studien und Literatur

  • E. A. Wallis Budge, The Gods of the Egyptians, vol. I. 1904. Quelle ansehen
  • E. A. Wallis Budge, The Gods of the Egyptians, vol. II. 1904. Quelle ansehen