Name und Originalsprache
Der lateinische Gottesname Silvānus leitet sich vom Substantiv silva ab, das „Wald“, „Forst“ oder „unberührtes Gehölz“ bedeutet.

Der Hüter der Wälder und Felder
Mythologische Studie · Deutsch
Überarbeitet am
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Silvanus ist der römische Gott der heiligen Haine, der bestellten Felder, der Rinderherden und der landwirtschaftlichen Grenzen zwischen dem bewirtschafteten Land und dem unberührten Urwald. Er war besonders bei Bauern, Sklaven und kaiserlichen Legionären beliebt und regierte die ländlichen Grenzlinien sowie die Fruchtbarkeit des Viehs. Er wurde als kräftiger Greis mit einem Winzermesser dargestellt, begleitet von einem wachsamen Hund.
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Die Römer verehrten ihre Götter als Schützer des Staates, des Hauses und des Krieges und setzten viele von ihnen mit griechischen Gottheiten gleich. Den offiziellen Kult leiteten Priesterkollegien und der Kaiser selbst, mit Tempeln im Herzen Roms. Ihre Religion begleitete die Ausdehnung des Reiches über ganz Europa, Nordafrika und den Nahen Osten.
Die Saturnalien im Dezember kehrten die sozialen Rollen an Tagen mit Festmählern und Geschenken um, und die Lupercalia reinigte die Stadt im Februar. Die Vestalinnen hüteten das heilige Feuer der Vesta, und siegreiche Feldherren zogen im Triumph bis zum Tempel des Jupiter Capitolinus.
Der lateinische Gottesname Silvānus leitet sich vom Substantiv silva ab, das „Wald“, „Forst“ oder „unberührtes Gehölz“ bedeutet.
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Silvanus Domesticus der Schutzherr des bäuerlichen Hauses, der Ställe und der Grenzen des Gutshofs Cato, De agri cultura 83 Silvanus Agrestis der kräftige Beschützer der Herden, die frei auf offenen Weiden grasen Vergil…
Aeneis, 29–19 v. Chr.. Berühmte Passage Vergils über den monumentalen Hain, den die alten Pelasger Silvanus am Fluss von Caere in Etrurien geweiht hatten. De agri cultura, um 160 v. Chr..
Der Hain von Caere und der Schutz des Lagers des Aeneas. In der Nähe des klaren, eisigen Flusses Caere an der Küste des alten Etruriens erhob sich ein weiter heiliger Wald, umgeben von runden Hügeln, bestanden aus jahrh…
Der Kult des Silvanus war eine der lebendigsten und spontansten Erscheinungen der gesamten römischen Religionsgeschichte.
In der provinzialen Steinbildhauerei und auf den Marmoraltären von Offizieren und Bauern wird Silvanus als reifer, kräftiger Mann mit dichtem Bart und wohlwollendem Ausdruck dargestellt, bekleidet mit einem groben Tierf…
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Der Zypressenzweig, die Sichel, die Panflöte und der Baumstamm
Plebejische Volksreligion gegen senatorische Aristokratenreligion. Der Historiker Peter F. Dorcey hat gezeigt, dass der Kult des Silvanus die deutlichste Widerlegung der These bildet, die klassische römische Religion se…
Das Bild des Silvanus überlebte mit bemerkenswerter Zähigkeit in der bäuerlichen Volksüberlieferung Europas nach der Christianisierung.
In den Grabinschriften der Militärfriedhöfe an der Grenze von Rhein und Donau finden sich häufig Statuen des Silvanus, die von ausgedienten Veteranen (veterani) errichtet wurden; sie dankten dem Gott dafür, dass er sie…
Zypressenzweig Der Zypressenzweig, den er als Zeichen seiner Herrschaft über Wälder und bestellte Felder trägt. Sammlerstück aus Codex Mythologia, inspiriert von den Attributen der Gottheit. Kein historisches Artefakt.
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