Zum Inhalt springen
CodexMythologia
← Zurück zum Kodex
Porträt von Kuaray, indigene Gottheit
Indigen

Kuaray

Die kleine Sonne

Bereich
Sonne, Führer und Zwillinge
Ausrichtung
Neutral und Gut
Element
Licht
Relikt
Die zweite Sonne
Mit Kuaray sprechen

Mythologische Studie · Deutsch

Überarbeitet am

01

In Kürze

Kuaray ist der Name der Sonne in der Tradition der Mbyá-Guaraní. Im Buch von Carlos Papá und Verá Kanguá, Mbyá-Autoren, ist er der kleine Sohn von Nhanderu und Nhandesy, der Mutter der Sonne, und Zwillingsbruder von Jaxy, dem künftigen Mond. Das Kind wird unter Jaguaren geboren und wächst dort auf, und die Erzählung gibt ihm die Rolle des Führers und der zweiten Sonne. Die im Auftrag genannte Hauptquelle, Cadogans Ayvu Rapyta, wurde hier an den Stellen zu Kuaray nicht geprüft; deshalb stützt sich diese Studie auf den Bericht der Mbyá selbst und bleibt kurz.

Die Quellen zu dieser Gottheit sind spärlich; die Studie trennt Belegtes von Hypothesen.

02

Das Volk

Volk
Indigene Völker Brasiliens
Region
Brasilien und Südamerika
Zeitraum
vorkolonial – Gegenwart

Die Geister und Kulturheroen der indigenen Völker Brasiliens werden verehrt, etwa von den Tupis, Guaranis und Ianomâmis. Ihre Glaubensvorstellungen, mündlich weitergegeben durch Pajés und Älteste, verbinden den Menschen mit dem Regenwald, den Flüssen und den Ahnen. Sie leben in den indigenen Gemeinschaften fort, die bis heute Widerstand leisten.

Pajés leiten Rituale mit Gesängen, Maracás und heiligen Pflanzen und vermitteln den Kontakt zu den Geistern des Waldes. Im Alto Xingu ehrt das Quarup die verstorbenen Großen mit Tänzen und Ringkämpfen, und die Cauinagens versammeln ganze Dörfer zu zeremoniellen Festen.

Name und Originalsprache

Kuaray bedeutet Sonne. Dieselbe Quelle schreibt Kuarai und nennt die Figur die kleine Sonne. Sie sagt, eine Ursonne sei im Dunkel erschienen, als der erste Vater auf seinem Altar das erste Licht machte, und Kuaray sei d…

The rest of this scroll is sealed

The legends, the myth, the cult and relics are part of the full Codex. You can open 1 full entry for free every day; to open all 500 deities with no limits and no ads, subscribe to Codex PRO.

See Codex PROGet it on Google Play

In den antiken Quellen

The Life of the Sun on Earth (Carlos Papá e Verá Kanguá), 2003. Buch von Mbyá-Autoren, 2023 im Caderno Selvagem transkribiert, das die Abenteuer von Kuaray und Jaxy, den Zwillingssöhnen Nhanderus, nach dem erzählt, was…

Die Mythen

Die Eule, die Nhanderu war, und die Zwillinge unter den Jaguaren. Die junge Nhandesy will den Vogel nambu xororó mit einer Schlinge fangen und erwischt ein Eulchen.

Kult und Archäologie

Die herangezogenen Quellen beschreiben weder einen Kult des Kuaray noch einen Sonnenritus, und diese Studie nimmt keinen an.

Ikonografie

In den herangezogenen Quellen gibt es kein figürliches Bild von Kuaray, und die Seite verwendet kein Porträt von ihm. Die Illustration im Caderno Selvagem ist zeitgenössisch und kein überliefertes Bild des Gottes.

08

Heilige Symbole

Die kleine Sonne, der Bruder Mond, die Jaguarin, der Altar des ersten Lichts

09

Familie und Genealogie

Eltern
Nhanderu, der Vater, der in der Erzählung als Eule und dann als Mann erscheint, Nhandesy, die Mutter der Sonne
Geschwister
Jaxy (Jasy), der Zwillingsbruder, der künftige Mond

Carlos Papá e Verá Kanguá, The Life of the Sun on Earth (Anhembi Morumbi, 2003; Caderno Selvagem, 2023). Outras versões mbyá podem diferir; o parentesco acima é o desse relato.

Debatten und Grenzen der Quellen

Wer ist die Sonne: Kuaray oder Ñamandu. In einer Lesart des Ayvu Rapyta ist Ñamandu der Sonnengott unter vier Göttern. Im Buch von Papá und Kanguá ist Kuaray die zweite Sonne, und man lebt unter Nhamandu Mirim.

Spätere Rezeption

Die Erzählung von den Zwillingen erreicht das heutige Publikum durch die Stimme von Mbyá-Autoren: Das Buch von 2003 wurde 2023 zu einem digitalen Heft des Ciclo Selvagem, ins Englische übersetzt.

Belegte Besonderheiten

Nach der Einführung des Hefts bedeutet mirim im Guaraní klein, und die heutige Sonne heißt Nhamandu Mirim, der kleine Nhamandu.

Reliquien der Macht

Die zweite Sonne Das Licht der zweiten Sonne, die in der Mbyá-Erzählung auf das erste Licht vom Altar des ersten Vaters folgt. Sammlerstück aus Codex Mythologia, inspiriert von den Attributen der Gottheit.

14

Quellen und Literatur

Primärquellen

  • Carlos Papá e Verá Kanguá, The Life of the Sun on Earth (Caderno Selvagem, Dantes Editora Biosfera, 2023), transcrição do livro homônimo da Editora Anhembi Morumbi, 2003. Quelle ansehen
  • León Cadogan, Ayvu Rapyta: Textos míticos de los Mbyá-Guaraní del Guairá. São Paulo: Faculdade de Filosofia, Ciências e Letras da Universidade de São Paulo, 1959. Quelle ansehen

Studien und Literatur

  • Gustavo Godoy und Miguel Carid, A diferença que faz a diferença: originais e cópias Guarani-Mbya. Journal de la Société des Américanistes, 2016. Société des Américanistes, 2016. Quelle ansehen
  • Garland Magazine, Translating the Ayvu Rapyta: For the love of a rainforest and its word-souls. Garland Magazine. Quelle ansehen
  • Vivien Kogut Lessa de Sá e Caroline Egan, Translation and prolepsis: the Jesuit origins of a Tupi Christian doctrine. University of London Press. Quelle ansehen