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CodexMythologia
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Porträt von Guanyin, chinesische Gottheit
Chinesisch

Guanyin

Die Göttin der Barmherzigkeit

Bereich
Barmherzigkeit und Mitgefühl
Ausrichtung
Loyal und Gut
Element
Wasser
Relikt
Vase des göttlichen Taus
Mit Guanyin sprechen

Mythologische Studie · Deutsch

Überarbeitet am

01

In Kürze

Guanyin ist der erhabene Bodhisattva der unendlichen kosmischen Barmherzigkeit, des universellen rettenden Mitgefühls und die höchste liebevolle Zuflucht der Bedrängten im chinesischen Buddhismus, im Daoismus und in den spirituellen Traditionen ganz Ostasiens. Ihr heiliger Name übersetzt sich wörtlich als „Diejenige, die die Klagen der Welt hört“; sie schwor, nicht in das endgültige Nirvana einzugehen, solange auch nur ein einziges Lebewesen im karmischen Leid der sechs Daseinsbereiche der Wiedergeburt versunken bleibt. Sie erscheint häufig als vornehme Dame, gehüllt in einen Schleier aus makellos weißer Seide, und hält die Vase mit dem reinigenden Tau und den biegsamen grünen Zweig der Weide; oder sie entfaltet ihre monumentale Gestalt mit Tausend Armen und Tausend Augen, um allen Schmerzen des Kosmos zu Hilfe zu eilen. Ihre mitfühlende Gegenwart nimmt alle Tränen der Menschheit auf und führt die Seelen zum unerschütterlichen Frieden des Herzens.

02

Das Volk

Volk
Chinesen
Region
China
Zeitraum
um 1600 v. Chr. – Gegenwart

Die chinesischen Gottheiten vereinen Traditionen des Daoismus, des Buddhismus und der Volksreligion und werden seit Jahrtausenden in ganz China verehrt. Unter dem Jadekaiser bilden sie eine weitverzweigte himmlische Bürokratie, die das irdische Reich widerspiegelt. Sie werden in Tempeln, zum Chinesischen Neujahr sowie an den Hausaltären und Ahnenaltären geehrt.

Das Chinesische Neujahr begrüßt die Götter mit Feuerwerk, tanzenden Löwen und Opfergaben für den Küchengott, der in den Himmel steigt, um über das Verhalten der Familie zu berichten. Das Drachenbootfest ehrt den Dichter Qu Yuan, und zum Qingming-Fest fegen die Familien die Gräber und verehren die Ahnen.

Name und Originalsprache

Der heilige Gottesname Guanyin (觀音) ist die verkürzte und vertraute Form des kanonischen Titels Guanshiyin (觀世音), der mit bemerkenswerter poetischer Eleganz und philosophischer Präzision den Sanskritnamen des großen Mah…

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Belegte Beinamen

Daci Dabei. Die Große Mitfühlende und von unendlichem Erbarmen, universeller liturgischer Titel der bedingungslosen rettenden Liebe. Lotos-Sutra, Kapitel 25. Nanhai Guanyin.

In den antiken Quellen

Lotos-Sutra., Ca. 2. Jh. n. Chr., übersetzt von Kumarajiva im Jahr 406 n. Chr.. Maßgeblicher Text über die Rettung durch Guanyin, der lehrt, dass der Bodhisattva dreiunddreißig Gestalten annimmt, um die Wesen zu retten.…

Die Mythen

Die Prinzessin Miaoshan und das erhabene Opfer der Augen und Arme.. In der berühmten hagiographischen Chronik des Xiangshan Baojuan und im klassischen Roman Nanhai Guanyin Quanzhuan wird berichtet, dass der Bodhisattva…

Kult und Archäologie

Die Verehrung und Anbetung Guanyins stellt das umfassendste, liebevollste, integrativste und tief verwurzelte religiöse Phänomen der gesamten Geschichte der chinesischen und ostasiatischen Zivilisation dar und überschre…

Ikonografie

Die Ikonographie Guanyins in der Geschichte der asiatischen Kunst stellt eine der erhabensten und verfeinertsten ästhetischen Leistungen der Menschheit dar und verbindet himmlische meditative Gelassenheit mit tief einla…

09

Heilige Symbole

Die Vase mit reinem Wasser, der Weidenzweig, der Lotus und die tausend Arme

10

Familie und Genealogie

Eltern
König Miaozhuang (in der Legende der Prinzessin Miaoshan)

Sutra do Lótus, capítulo 25; Sutra do Coração; Nanhai Guanyin Quanzhuan; Shurangana Sutra

Debatten und Grenzen der Quellen

Die geschlechtliche Verwandlung vom indischen Bodhisattva zur chinesischen Mutter.. Buddhismushistoriker und Spezialisten für vergleichende religiöse Ikonographie, wie Chün-fang Yü in ihrer bahnbrechenden Studie „Kuan-y…

Spätere Rezeption

Im heutigen globalen Umfeld hat sich Guanyin als das erhabenste und international bewunderte Urbild der universellen Liebe, des tätigen Mitgefühls und der friedlichen Lösung von Konflikten etabliert.

Belegte Besonderheiten

Die kolossale Statue der Guanyin in Sanya ist einhundertacht Meter hoch und hat drei Gesichter, die zum Meer gewandt sind.

Reliquien der Macht

Vase des göttlichen Taus Eine Vase mit reinem Wasser, deren Tau Schmerzen heilt, Leiden wegwäscht und Mitgefühl schenkt. Sammlerstück aus Codex Mythologia, inspiriert von den Attributen der Gottheit.

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Quellen und Literatur

Primärquellen

  • Kumarajiva, Lotus Sutra (Saddharmapundarika Sutra). Burton Watson, 1993.
  • Xuanzang, Heart Sutra (Prajnaparamita Hridaya). Red Pine, 2004.
  • Anônimo, Nanhai Guanyin Quanzhuan. Glen Dudbridge, 1978.
  • Pramiti, Shurangama Sutra. Charles Luk, 1966.

Studien und Literatur

  • Chün-fang Yü, Kuan-yin: The Chinese Transformation of Avalokiteshvara. Columbia University Press, 2001.
  • Glen Dudbridge, The Legend of Miao-shan. Oxford Oriental Monographs, 1978.
  • Lokesh Chandra, The Thousand-Armed Avalokitesvara. Abhinav Publications, 1988.
  • E. T. C. Werner, Myths and Legends of China. George G. Harrap & Co., 1922.